Anspruchsvolle Expertenorganisationen

Meine Kunden kommen aus den Bereichen Bildung und Wissenschaft, Gesundheit und Soziales, Justiz und Öffentliche Verwaltung. Hinzu kommen einige hoch spezialisierte kleine und Mittlere Unternehmen und Non-Profit-Organisationen.

Beratung, Coaching und Training in diesen Organisationen ist oft davon geprägt, dass die dort arbeitenden Menschen einen hohen Anspruch an ihre Tätigkeit haben. Ökonomische Fragestellungen von Effizienz und Effektivität stehen nicht allein im Vordergrund. Die Frage nach der Effektivität und Effizienz dieser Organisationen hat auch eine gesellschaftliche, manchmal ethische Dimension.

Solche Organisationen werden als Expertenorganisationen bezeichnet. Sie erfordern von Führung und Beratung ein besonderes Fingerspitzengefühl und viel Erfahrung im Umgang mit selbstbewussten, autonom denkenden und arbeitenden Menschen - um nicht zu sagen: Individualistinnen und Individualisten.

Typische Expertenorganisationen sind z.B. Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Schulen, Krankenhäuser, Gerichte oder Anbieter von wissensintensiven Dienstleistungen. Diese Organisationen funktionieren nur, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kerngeschäft hohen Handlungsspielraum haben.

Oft geht es in Beratungsprojekten vor allem darum, die hohe fachliche Expertise und Kompetenz um einen Blick für die Organisation und für Kooperation zu bereichern. In Expertenorganisationen herrscht eine spezifische Kultur, in der sich das Spannungsverhältnis zwischen Individualität und Kooperation ausdrückt. Viele gängige Management-Konzepte scheitern am Individualismus, indem sie zu sehr auf Standardisierung setzen. Umgekehrt stößt auch das kreative Chaos gelegentlich an seine Grenzen. Spannungsverhältnisse nicht einseitig aufzulösen, sondern mit der darin angelegten Energie zu arbeiten, das ist für mich besonderes reizvoll. Zumal ich aus eigener Erfahrung als Selbstständiger, Netzwerker und angestellter Berater alle Facetten dieser Spannung kennen gelernt habe.

 

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